geprüft 2011
Strategie und Kernthemen

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie

Nahrung, Gesundheit sowie Klima- und Ressourcenschutz sind essenzielle Pfeiler für den Wohlstand der Gesellschaft. Möglichst viele Menschen sollen daran teilhaben können. Doch die Voraussetzungen dafür sind schwieriger denn je: Insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern wächst die Bevölkerung rapide und setzt die lokale Infrastruktur und das ökologische Gleichgewicht zunehmend unter Druck. Andererseits ermöglicht hohes Wachstum in diesen Ländern vielen Menschen einen steigenden Lebensstandard. Gleichzeitig altern die Gesellschaften in den meisten Industrieländern, sodass auch hier die sozialen Systeme aus dem Gleichgewicht geraten. Die weltweit zunehmende Verstädterung übt aufgrund sich wandelnder Konsummuster und eines enormen Energieverbrauchs zusätzlich Druck auf die natürlichen Ressourcen aus, der globale Kohlendioxidausstoß nimmt als Folge weiterhin zu.
Wie künftig immer mehr Menschen am Wohlstand partizipieren und gleichzeitig die negativen Auswirkungen für die Umwelt so gering wie möglich gehalten werden können, ist eine Frage, der sich weltweit tätige Unternehmen wie Bayer stellen müssen. Sie wird von Aktionären, Politikern, Mitarbeitern und Öffentlichkeit gleichermaßen an uns gerichtet. Ein Teil unserer Stakeholder ist dabei vor allem an der langfristigen Geschäftsentwicklung durch zukunftsweisende Produkte und Anwendungen interessiert, ein anderer Teil erwartet von uns in erster Linie substanzielle Beiträge, mit deren Hilfe das weltweite volkswirtschaftliche Wachstum möglichst nachhaltig gestaltet werden kann. Diese beiden Interessenbereiche, das wirtschaftliche Wachstum und die ökologische und gesellschaftliche Verantwortung, in Einklang zu bringen, ist unser Anspruch und sichert unsere Zukunftsfähigkeit.
Unseren Anspruch, ökologische und gesellschaftlich-soziale Verantwortung mit unternehmerischen Interessen in Einklang zu bringen, verwirklichen wir auf vier Ebenen.

Lösungsbeiträge zu globalen Herausforderungen

Für Bayer sind die weltweiten Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung von großer Bedeutung. Die Zukunft unserer Geschäftsfelder wird von den politischen und gesellschaftlichen Folgen der großen Zukunftstrends beeinflusst. Damit wir angesichts der globalen Herausforderungen auch die langfristige Unternehmensexistenz sichern können, arbeiten wir an Zukunftslösungen, die der nachhaltigen Entwicklung und dem eigenen Geschäft dienen. Wir verfügen in unseren drei Teilkonzernen Bayer HealthCare, Bayer CropScience und Bayer MaterialScience über ein Produktportfolio, das einige der drängendsten Probleme in der Gesundheitsversorgung, der Ernährungssicherung und des Klimaschutzes adressiert. Verantwortungsvolle Geschäftspraktiken sind uns Verpflichtung: potenziell negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Mensch und Umwelt müssen begrenzt werden.
Zahlreiche Produkte von Bayer tragen zur Lösung der drängenden Herausforderungen in vielen Teilen der Welt bei und unterstützen mehrere Millennium-Entwicklungsziele [ 3 ] der Vereinten Nationen. Als Weltmarktführer auf dem Gebiet der hormonellen Verhütungsmittel unterstützen wir z. B. die Bemühungen vieler Regierungen, das Bevölkerungswachstum in ihren Ländern durch Familienplanungsaktivitäten zu begrenzen. Das hilft auch potenziellen Engpässen bei der Gesundheitsversorgung und Ernährungssicherung vorzubeugen. Des Weiteren stellt Bayer der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einige seiner Medikamente für sogenannte „Vernachlässigte Tropenkrankheiten“ zur Verfügung und ist, gemeinsam mit anderen großen Pharmaherstellern, Teil der im Januar 2012 von der „Bill & Melinda Gates Foundation“ ins Leben gerufenen Initiative zur Bekämpfung der Vernachlässigten Tropenkrankheiten. Pflanzenschutzmittel, Saatgut, Pflanzen mit verbesserten Eigenschaften, z. B. mit einer Toleranz gegenüber abiotischen Stressfaktoren wie Hitze, Trockenheit und salzige Böden sowie neue Anbaumethoden tragen dazu bei, Ernten auch in Gebieten zu schützen, die vom Klimawandel beeinträchtigt sind. Damit leisten sie einen Beitrag zur Ernährungssicherung. Die von Bayer produzierten Werkstoffe, u. a. zur Gebäudeisolierung, helfen wiederum unseren Kunden dabei, Energie zu sparen und somit auch ihre CO2-Emissionen zu verringern.

Meinung

Dr. Johannes von Schmettow, Geschäftsführer der Personalberatung Egon Zehnder International Deutschland.Bild vergrößern
Dr. Johannes von Schmettow, Geschäftsführer der Personalberatung Egon Zehnder International Deutschland.
„Das Thema Nachhaltigkeit findet sich heute auf der Agenda des Top Management – noch vor zehn Jahren hätte das kaum jemand für möglich gehalten. Doch die Verknappung natürlicher Ressourcen, die wachsende Weltbevölkerung und die Urbanisierung betreffen Unternehmen heute unmittelbarer denn je. Diese Trends werden sich weiter verschärfen. Hinzu kommt, dass sich Firmen in einem Multi-Stakeholder-Umfeld befinden, das immer mehr Transparenz und nachhaltige Unternehmensführung fordert. Gleichzeitig ändert sich das Verhalten der Konsumenten, die ihre Kaufentscheidung von nachhaltigen Produkten abhängig machen. Darum ist Nachhaltigkeit keine Modeerscheinung, sondern ein Fundamentaltrend. Viele Unternehmen haben bereits begonnen, Nachhaltigkeit in ihr Kerngeschäft zu integrieren. Dazu wiederum bedarf es besonders qualifizierter und langfristig incentivierter Führungskräfte, die diesen Transformationsprozess vorantreiben. Nachhaltigkeit wird zukünftig einer der zentralen Faktoren sein, die über die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen entscheiden.“

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie

Als Erfinder-Unternehmen mit der Mission „Bayer: Science For A Better Life“ [ 4 ] setzen wir weiterhin auf unsere Kernkompetenz, neue Lösungen in den wachstumsstarken und innovationsgetriebenen Bereichen Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien zu entwickeln. Basierend auf unserer Innovationsfähigkeit verfolgen wir eine Strategie des nachhaltigen und profitablen Wachstums, um den Wert des Unternehmens zu steigern. Nachhaltigkeit bedeutet für uns im Kern Zukunftsfähigkeit und ist daher integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategie. Unsere Mission bildet zusammen mit unserem Wertekonzept LIFE [ 5 ] (siehe auch Unternehmensführung) die Basis für unser nachhaltiges Handeln. Die „Bayer Sustainable Development Policy“ [ 6 ] formuliert unser gemeinsames Verständnis von Nachhaltigkeit, das weltweit für alle Teilkonzerne und Servicegesellschaften gilt.
Das Ziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist klar definiert: Durch Nachhaltigkeit wollen wir sowohl für unser Unternehmen Geschäftschancen schaffen als auch wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Nutzen generieren. Diesem Anspruch, ökologische und gesellschaftliche Verantwortung mit unseren unternehmerischen Interessen in Einklang zu bringen, werden wir durch die nachfolgenden Elemente gerecht:

Unser Geschäft

Nachhaltigkeit ist elementarer Bestandteil der Konzernstrategie und der Geschäftsstrategie unserer Teilkonzerne. Vor allem durch unsere Innovationen und Produkte ist sie integraler Bestandteil unseres unternehmerischen Handelns. So erkennen und nutzen wir neue Marktchancen mit gesellschaftlichem Mehrwert, die den Nexus der Nachhaltigkeitsherausforderungen adressieren.
Unser 2009 im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie eingeführtes Nachhaltigkeitsprogramm [ 12 ] bietet Lösungsansätze für große gesellschaftliche Herausforderungen wie eine nachhaltige Gesundheitsversorgung, hochwertige Nahrungsmittel für eine wachsende Weltbevölkerung sowie Klima- und Ressourcenschutz. Mit unserem Einsatz für diese übergeordneten gesellschaftlichen Belange verfolgen wir gleichzeitig langfristige unternehmerische Ziele. Wir leisten damit nicht nur einen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen, sondern auch zur Erschließung von Zukunftsmärkten mithilfe innovativer Produkte und Technologien. Unsere neun „Leuchtturm-Projekte“ (siehe Kapitel „Gesundheit welfweit fördern" und Kapitel „Ökologie“) verdeutlichen diese Strategie besonders gut.

License to operate

Verantwortungsvolle Geschäftspraktiken sind das Fundament unseres operativen Geschäfts, unsere „license to operate“. Bayer legt besonderen Wert auf verantwortungsvolles Handeln in den Bereichen Compliance, Personalpolitik, Produktverantwortung, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sowie Lieferantenmanagement. Diese Themen werden durch interne Konzernregelungen im operativen Geschäft verankert. Dazu gehören vor allem unsere Position zu Menschenrechten [ 7 ] und Arbeitsbedingungen, die „Corporate Compliance Policy“ [ 8 ], die neue„Responsible Marketing & Sales Policy“ [ 9 ], unser Verhaltenskodex für Lieferanten („Supplier Code of Conduct“) [ 10 ] sowie die 2011 verabschiedete Wasser-Position [ 11 ].
Wir berücksichtigen in unserer Nachhaltigkeitsstrategie die Erwartungen unserer Anspruchsgruppen. Dieses Grundverständnis umfasst vor allem das Engagement für unsere Mitarbeiter, den Austausch zwischen Industrie, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik (siehe Stakeholder-Dialog) sowie unser gesellschaftliches Engagement. Unser Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung drückt sich durch das aktive Mitwirken in wichtigen internationalen Initiativen und Verbänden [ 13 ] aus, wie dem„Global Compact“der Vereinten Nationen (UNGC) [ 14 ] und seiner „Corporate Sustainable Development Leadership-Initiative (LEAD)“, der Responsible Care™-Initiative [ 15 ] der chemisch-pharmazeutischen Industrie sowie dem „World Business Council for Sustainable Development (WBCSD)“ [ 16 ].

Nachhaltigkeitsmanagement und -steuerung

Ein wichtiges Element unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist die zentrale Steuerung und strategische Verankerung des Themas auf Vorstandsebene. Zur Verdeutlichung der Relevanz unseres Engagements wurde die Funktionsbezeichnung des bereits bisher zuständigen Konzernvorstands, Prof. Dr. Plischke, zum 1.1.2012 auch formal um das Thema Nachhaltigkeit erweitert. In seiner Funktion als ranghöchster Nachhaltigkeitsverantwortlicher ist ihm der Konzernbereich Umwelt und Nachhaltigkeit unter der Leitung von Dr. Wolfgang Große Entrup direkt zugeordnet. Dieser führt auch das Sustainable Development (SD) Committee, das im Konzern die operative Umsetzung der Nachhaltigkeit steuert. Diesem Committee gehören die obersten Nachhaltigkeitsverantwortlichen der Teilkonzerne an sowie die Leiter der Konzernberei-che Corporate Development, Communications und Human Resources & Organization. Zu den Aufgaben des Committee gehören die Identifikation und Bewertung nachhaltigkeitsrelevanter Chancen und Risiken für das Unternehmen wie auch die Festlegung von Zielen, Initiativen, entsprechenden Konzernregelungen sowie das Monitoring ihrer Umsetzung. Informationsaustausch, auch über Ressortgrenzen hinweg, erfolgt mit den weiteren Committees für die Bereiche Health, Safety, Environment, Quality (HSEQ); Innovation; Industrial Operations; Technology sowie Public und Government Affairs. Zur Spiegelung unserer Nachhaltigkeitsstrategie nutzen wir bewusst kein Advisory Committee, sondern führen in dichterRegelmäßigkeit mit namhaften, wechselnden Stake-holdern und unserem Topmanagement intensive und fordernde Dialoge zu firmenspezifischen Themen und Herausforderungen durch.
Ziele und Indikatoren dienen der Operationalisierung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Um die Nachhaltigkeit noch weiter in unsere Geschäftstätigkeit zu integrieren, haben die verantwortlichen Konzerngremien für Nachhaltigkeit 2011 in Abstimmung mit dem Konzernvorstand neue ambitionierte Ziele bis 2015 [ 17 ] gesetzt – entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Über die Entwicklung dieser Ziele berichten wir im jeweiligen Kapitel im Leistungsbericht.
Neben diesen konzernweiten Gremien und Zielen haben unsere Teilkonzerne, Regionen und Länder Organisationsstrukturen geschaffen, die auf spezifisch relevante Themen, Ziele und Maßnahmen fokussieren. Eine Übersicht zur Entwicklung der Nachhaltigkeit bei Bayer [ 18 ] finden Sie online.

Steuerung der Nachhaltigkeit bei Bayer

Prof. Dr. Wolfgang Plischke (li.), im Bayer-Vorstand zuständig für Innovation, Technologie und Nachhaltigkeit sowie die Region Asien/Pazifik, und Dr. Wolfgang Große Entrup, Leiter des Konzernbereichs Environment & Sustainability bei der Bayer AG und des Sustainable Development (SD) Committee, bei der finalen Abnahme des aktuellen Bayer-Nachhaltigkeitsberichts.

Das SD-Committee als Steuerungsgremium für Nachhaltigkeit im Konzern unterstützt Prof. Plischke in seiner Funktion eines CSO (Chief Sustainability Officer) in der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie im Konzern. Das gilt konkret auch für die entsprechenden nachhaltigkeitsrelevanten Ziele, Konzernregelungen und Managementsysteme. Als Schnittstelle zwischen Stakeholder-Interessen und Vorstandsentscheidungen nimmt das Committee eine wichtige Managementrolle bei Bayer ein. Der Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert jährlich die Ergebnisse.

Nachhaltige Zukunft gemeinsam gestalten

Eine nachhaltige Entwicklung ist nur möglich, wenn die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Interessen gleichberechtigt berücksichtigt werden. Dieser vernetzte Ansatz, der spätestens seit der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro anerkannt ist, geriet in den vergangenen Jahren etwas aus dem Fokus. Viele Lösungsvorschläge der internationalen Gemeinschaft haben die großen Zusammenhänge ausgeblendet. Es werden nur Teilaspekte adressiert, obwohl die meisten ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in einem engen Bezug zueinander stehen und deshalb nicht voneinander isoliert betrachtet werden sollten. Das Beispiel Klimawandel macht dies deutlich: Im Zuge der globalen Klimaveränderungen nehmen extreme Wetterereignisse zu. Trockenheit, Überschwemmungen, Stürme und Bodenerosion sorgen in vielen Regionen der Welt für Missernten. Es kommt zu einer Unterversorgung mit Grundnahrungsmitteln. Diese wiederum birgt die Gefahr vieler lebensbedrohlicher Krankheiten.
Es ist für die Zukunft unerlässlich, die Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Faktoren eines Phänomens zu erkennen und auf Basis so gewonnener Erkenntnisse die großen Herausforderungen unserer Zeit an der Wurzel zu packen. Um diese Art der ganzheitlichen Betrachtung zu umschreiben, hat sich in jüngster Zeit der Begriff „Nexus“ herausgebildet. Insbesondere Deutschland bringt sich auf der Rio-Nachfolgekonferenz im Juni 2012 mit der Nexus-Thematik ein. 25 Jahre nach dem Brundtland-Bericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ soll erneut die ganzheitliche Betrachtung, die für eine nachhaltige Entwicklung unerlässlich ist, in den Fokus gesetzt werden.
Niemand kann die globalen Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung im Alleingang lösen. Da die Probleme stark miteinander vernetzt sind, müssen es auch die Lösungsansätze sein. Gefragt sind effektive Kooperationen zwischen Staaten, multilateralen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen (NGOS), Wissenschaft und Unternehmen. Daher messen wir dem konstruktiven Dialog und der konkreten Zusammenarbeit mit einer Vielzahl engagierter Stakeholder bei Bayer einen hohen Stellenwert bei. Langfristig erfolgreich können wir nur durch Kooperationen sein und durch ein Handeln, das im Einklang mit den Anforderungen unserer Stakeholder steht. Aus der Diskussion mit ihnen leiten wir u. a. unsere Entwicklungspotenziale und konkrete Projekte in Forschung und Entwicklung ab. Als sehr divers aufgestelltes Unternehmen nutzen wir zudem den Vorteil, dass wir auch die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen globalen Herausforderungen beobachten, analysieren und systematisch in unsere Lösungsansätze einbeziehen können. Unser Portfolio konsequent an den Herausforderungen der Zukunft auszurichten und gezielt partnerschaftliche Kooperationen einzugehen, um gemeinsam Lösungen einen Schritt näherzukommen, ist in unserem eigenen Interesse, wie unsere nachfolgenden Kernthemen zeigen.
Wir analysieren regelmäßig die Anregungen und Erwartungen externer und interner Stakeholder durch Stakeholder-Dialoge und -Befragungen, um die Wesentlichkeit nachhaltigkeitsrelevanter Themen für unsere Anspruchsgruppen mit unserer eigenen Einschätzung abgleichen zu können. Auf diese Weise erkennen wir, in welchen Bereichen sich unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickeln muss oder welche Themen wir zukünftig mehr in den Fokus rücken müssen. Die Gegenüberstellung externer und interner Prioritäten halten wir in einer Materialitätsmatrix fest. Wir haben diese aktuell im Rahmen eines Stakeholder-Prozesses anhand von Befragungen externer Stakeholder, internen Stakeholder-Workshops auf unterschiedlichen Ebenen, Benchmarkings und externen Analysen gemeinsam mit einem internationalen ThinkTank überprüft, restrukturiert und neu fokussiert. Gegenüber 2010 gab es einige Veränderungen in der Materialitätsmatrix, die auf veränderte Prioritäten unserer externen als auch internen Stakeholder sowie eine andere Analysemethodik zurückgehen. Wir haben Themen durch die Bildung neuer Gruppierungen stärker fokussiert und dadurch ihre Anzahl reduziert und ihnen ein schärferes Profil gegeben. Ergänzend haben wir der Matrix eine Auswahl an Erläuterungen beigefügt.
  1. Neue Technologien: Management von Risiken und Chancen
  2. Bekenntnis zur Arbeitsplatzsicherung
  3. Bekämpfung von Gesundheitsrisiken durch Produktfälschungen
  4. Produktsicherheit, REACH, Überwachung der Umweltauswirkungen von Stoffen mit endokriner Wirkung oder Wirkstoffen, HCFC und Ersatz von Produkten der WHO-Klasse I
  5. Innovationen, die Kundenwünsche und gesellschaftliche Bedürfnisse zusammenbringen
  6. U. a. Compliance, Integrität, Korruptionsbekämpfung, verantwortliche Marketing- und Vertriebspraktiken
  7. Förderung der Energieeffizienz, der effizienten Ressourcennutzung (z. B. Wasser, Energie) und wo möglich, Wechsel zu erneuerbaren Energien
  8. Besserer Zugang zu Gesundheitsversorgung durch F&E, differenzierte Preisbildung, Patentschutz, Kooperationen etc.
  9. Achtung und Förderung der Menschenrechte entlang der gesamten Wertschöpfungskette, inkl. Verbot der Kinderarbeit
  10. Schutz des geistigen Eigentums bei gleichzeitigem Zugang zu Produkten und Innovationen
  11. Beitrag zur nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion, -versorgung und -verfügbarkeit
  12. Klimaschutz durch Emissionsminderung und Anpassung
  13. Gesellschaftliche Investitionen und Ehrenamtsprogramme
  14. Bekenntnis zum Tierschutz als Teil des wissenschaftlichen F&E-Prozesses, wo immer möglich Reduzierung des Einsatzes von Tieren
  15. Sicherstellung einer soliden Verteilung kultureller Vielfalt unter den Mitarbeitern in Bezug auf Geschlecht, ethnische Herkunft, und anderen Indikatoren
  16. Arbeitsschutz, Verfahrens-, Anlagen- und Transportsicherheit
  17. Förderung fairer und konstruktiver Beziehungen, Einwirken auf ein nachhaltiges Verhalten in der Lieferkette, einschl. ESG-Performance und Einhaltung der Menschenrechte
  18. Verringerung der Umweltauswirkungen von Produkten und Prozessen auf Wasser, Luft und Boden; Förderung der Biodiversität
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Letzte Änderung: 6. Juni 2012