Innovationen auf vielen Feldern – Bayer CropScience
Mit seiner weltweiten Forschungstätigkeit trägt Bayer CropScience zur Entwicklung neuartiger Lösungen in den Bereichen moderner Pflanzenschutz, Saatgut und Pflanzeneigenschaften sowie Schädlings- und Unkrautbekämpfung in nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen bei. Beispielhaft sei hier die Entwicklung innovativer Fungizide in Getreide, Kartoffeln und anderen Flächenkulturen sowie in Obst und Gemüse genannt. Sie bekämpfen Krankheiten, die durch schädlichen Pilzbefall verursacht werden. Weitere Vorteile sind die bessere Lagerfähigkeit und die längere Haltbarkeit der Erntegüter. Bayer CropScience setzt auch zukünftig auf sein Innovationspotenzial im Pflanzenschutz: Zwischen 2012 und 2015 sollen vier neue Produkte auf den Markt gebracht werden, unterstützt durch die Einführung neuer Sorten und Pflanzeneigenschaften im Bereich BioScience.
Um der Entwicklung der globalen Märkte in Zukunft noch besser Rechnung tragen zu können, wird CropScience seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten neu ausrichten. So sollen sich die Aktivitäten verstärkt auf den Geschäftsbereich BioScience mit seinen Saatgut- und Pflanzeneigenschaften sowie auf neue Wachstumsbereiche wie Pflanzengesundheit und Stresstoleranz in der Agrochemie-Forschung konzentrieren. Im Bereich BioScience forschen wir zurzeit in rund 60 Projekten nach optimierten Pflanzeneigenschaften und verbessertem Saatgut. Der Teilkonzern setzt dabei zusätzlich auf Forschungspartnerschaften und -kooperationen – gegenwärtig rund 90 laufende Forschungsvereinbarungen mit öffentlichen und privaten Partnern wie dem australischen Forschungsinstitut CSIRO –, um unterschiedliche Expertisen zu bündeln. Dieser breite Forschungsansatz bildet auch die Grundlage für die Neuentwicklungen des vergangenen Jahres. Drei Beispiele sind stellvertretend im Kasten unten aufgeführt.
Mit innovativen Produkten wollen wir dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Umso wichtiger ist, dass sie effizient den Weg zum Kunden finden. Mithilfe neuer Konzepte will Bayer CropScience seine Vertriebs- und Marketingaktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Saatgut bis zum Konsumenten – verstärken und verbessern.
Produktsicherheit im Zentrum
Die Sicherheit unserer Produkte ist uns ein großes Anliegen. Das gilt für den Pflanzenschutz ebenso wie für die Schädlings-, Unkraut- und Krankheitsbekämpfung in nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen oder in der Pflanzenbiotechnologie. Schon in der Forschung achtet Bayer CropScience darauf, dass Forschungsvorhaben mit unserem Nachhaltigkeitsansatz vereinbar sind. In der weiteren Entwicklung überprüfen wir die Produkte in strengen und umfangreichen Tests, die durch staatliche Behörden reguliert werden. Unsere Toxikologen bewerten die toxikologischen Eigenschaften des Wirkstoffs und der Formulierung, während unsere Rückstandsanalytiker untersuchen, wie viele Rückstände von Produkten nach fachgerechter Anwendung auf den Pflanzen verbleiben bzw. wie diese Mengen durch Waschen oder Verarbeiten reduziert werden können. Bevor ein Produkt letztlich auf den Markt kommt, führen Fachleute je nach Produktbereich zahlreiche weitere Sicherheitsprüfungen bezogen auf Anwendung und Umweltverhalten durch.
Nachhaltige Innovationen bei Bayer CropScience
GlyTol™: Baumwolle schützen
Die Technologie GlyTol™ sorgt dafür, dass die Baumwollpflanzen gegen Glyphosat-Herbizide unempfindlich sind. Zudem bieten wir erstmals in der Baumwollindustrie zwei Produkte an, in denen Herbizidtoleranz-Technologien kombiniert werden. Diese enthalten sowohl die GlyTol™- als auch die LibertyLink™-Technologie.
Emesto™: Höhere Erträge bei Kartoffeln
Das neue fungizide Saatgutbehandlungsmittel Emesto™ (Wirkstoff: Penflufen) wird beim Anbau von Kartoffeln eingesetzt. Es verfügt über eine herausragende Wirkung gegen die Rhizoctonia-Fäule. Der Befall von Kartoffeln durch diese Pflanzenkrankheit führt zu Ertrags- und Qualitätseinbußen. Emesto™ sorgt für eine Verbesserung der Qualität von Kartoffeln und steigert den marktfähigen Ertrag. Im August 2011 hat Bayer CropScience die weltweit erste Zulassung in Großbritannien erhalten – insgesamt soll Emesto™ in über 30 Ländern weltweit registriert werden.
Gesunde Pflanzen durch Luna™
Die Luna™-Produktfamilie (Wirkstoff: Fluopyram) wurde speziell zum Einsatz gegen Pflanzenkrankheiten entwickelt, die von pilzlichen Schaderregern verursacht werden. Einsatzgebiet sind über 70 Kulturpflanzen, z. B. Obst und Gemüse, Kartoffeln und Blumen. Luna™ verbessert die langfristige Gesundheit der Pflanzen sowie die Qualität und die Lagerfähigkeit der Früchte. Seit Februar 2012 ist das Produkt in den USA erhältlich. Im April erhielt Bayer CropScience die Zulassung für Luna in Deutschland. Weitere Zulassungen sollen 2012 folgen.
Der Teilkonzern folgt dem Internationalen Verhaltenskodex der Welternährungsorganisation
(FAO) [ 103 ] über den Vertrieb und die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Dessen Grundsätze decken den gesamten Lebenszyklus eines Produkts ab – von der Entwicklung bis zur Anwendung und darüber hinaus. Alle wesentlichen Aspekte einer verantwortlichen Produkthandhabung setzt CropScience in seinem „Product Stewardship“-Programm um. Es folgt den Grundsätzen unserer
„Product Stewardship Policy [ 104 ]“, die wir in einer Broschüre zusammengestellt haben.
Mit dem Bekenntnis zum FAO-Kodex und seiner Product Stewardship Policy erfüllt der Teilkonzern außerdem die Anforderungen zum verantwortungsvollen Marketing unserer neuen Konzern-Position.
Bayer CropScience engagiert sich auch über das Kerngeschäft hinaus gezielt in Projekten für mehr Produktverantwortung. Wir sind Mitglied der „Better Sugarcane Initiative
(BSI) [ 105 ]“ und des „International Sustainability & Carbon Certification“-Vereins
(ISCC) [ 106 ], die sich für den nachhaltigen Zuckerrohranbau in Brasilien einsetzen. Darüber hinaus nehmen wir am „Round Table for Responsible Soy
(RTRS) [ 107 ]“ teil, um uns für eine nachhaltige Produktion von Soja zu engagieren.
Verantwortung für Kunden und Partner
Ein zentraler Aspekt der Produktverantwortung bei dem Teilkonzern ist die Unterstützung unserer Kunden und Partner, wie Landwirte, Händler und medizinisches Personal, im fachgerechten und sicheren Umgang mit unseren Produkten. Gerade bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist eine größtmögliche Sorgfalt notwendig. Durch gezielte Schulungsprogramme tragen wir dazu bei, dass unsere Produkte effektiv und sicher für den Anwender, die Umwelt und den Konsumenten eingesetzt werden. Darüber hinaus stellen wir unseren Kunden für all unsere Produkte Leitfäden zur sicheren Anwendung, Lagerung und Entsorgung zur Verfügung.
Weltweit schulen wir Landwirte in der richtigen Verwendung von Bayer-Produkten, dem korrekten Tragen von Schutzkleidung sowie nachhaltiger Abfallentsorgung. So haben wir im Jahr 2011 z. B. in Indien Trainings- und Informationsveranstaltungen zum sicheren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln für über 1,2 MIO Teilnehmer durchgeführt. Auch in Südamerika sowie Zentralamerika setzte Bayer CropScience sein AgroVida-Programm fort. Seit den 1990er-Jahren setzen wir in dieser Region verschiedene Initiativen um, mit denen wir das Sicherheitsbewusstsein und die fachliche Expertise der Landwirte erhöhen. In Kolumbien haben wir 2011 erneut rund 13.000 Bauern geschult. In Kuba unterrichtete der Teilkonzern im Rahmen von AgroVida (Agro Vida Banao) Landwirte in der Region Sancti Spiritus über neue Methoden zum integrierten Anbau von Zwiebeln. Insgesamt haben wir in der Region Zentralamerika und Karibik (ohne Mexiko) im Jahr 2011 rund 13.500 Landwirte geschult.
Darüber hinaus engagieren wir uns bei der Optimierung technischer Lösungen: In Europa haben wir u. a. die Verbesserung und Implementierung von Sämaschinen zum besseren Schutz von Anwendern und Umwelt mit vorangetrieben. Interne Mitarbeiter-Schulungen runden das Bildungsangebot im Rahmen der Produktverantwortung ab. Über den Umgang mit Herbizidresistenzen informiert CropScience durch seine Broschüre zum integrierten Unkrautmanagement [ 110 ]. Dazu gehören wichtige Instrumente und Strategien für Bauern wie Fruchtfolgen, Kulturpraktiken und Feldhygiene sowie der Einsatz von Herbiziden mit unterschiedlichen Wirkprinzipien.
Schrittweiser Ersatz von Pflanzenschutzmitteln der WHO Klasse I
Im Rahmen der Portfoliobereinigung bringt Bayer CropScience kontinuierlich Pflanzenschutz-Lösungen mit besseren Umwelteigenschaften auf den Markt, z. B. indem wir neue Wirkstoffe, neue Formulierungen, neue Produkte sowie neue Anwendungstechniken und Verpackungsarten einführen. Zum Ende des Jahres 2010 haben wir weltweit den Verkauf von endosulphanhaltigen Pflanzenschutzmitteln eingestellt. Im Zuge der Portfoliobereinigung wurde im Laufe des Jahres 2011 der Vertrieb nematizider Endprodukte auf Basis von Fenamiphos und Ethoprophos sowie von Aldicarb-basierten Produkten beendet.
Bayer CropScience wird bis Ende 2012 den Verkauf aller noch verbliebenen Insektizidformulierungen der WHO Klasse I für Blatt- und Bodenanwendungen sowie Saatgutbehandlungen auslaufen lassen. Infos zu
EU-weiten Anforderungen an Pflanzenschutzmittel [ 108 ] finden Sie im Online-Bericht.
News
Bayer startet weltweites „Bee Care Program“
Zur weiteren Förderung der Bienengesundheit hat Bayer ein weltweites „Bee Care Program“ ins Leben gerufen. Als Teil des Programms sollen 2012 zwei „Bee Care Center“, in Monheim, Deutschland, und in North Carolina, USA, entstehen. Sie werden als Wissenschafts- und Kommunikationsplattform dienen und die umfangreiche Erfahrung und Kompetenz von Bayer im Bereich Bienengesundheit unter einem Dach vereinen. Dort werden bestehende und zukünftige Bienengesundheitsprojekte, die in Zusammenarbeit mit externen Partnern realisiert werden, gebündelt, wie z. B. die Entwicklung von neuen Bienenarzneimitteln. Darüber hinaus werden die Zentren länderübergreifend mit Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten und in mehreren Arbeitsgruppen zur Bienensicherheit, wie z. B. der ICPBR Bee Protection Group, vertreten sein.
Bienengesundheit und Pflanzenschutz
Bienen spielen eine Schlüsselrolle bei der Bestäubung vieler Blütenpflanzen und sind ein wichtiger Bestandteil vieler Ökosysteme. Die Förderung der
Bienengesundheit [ 109 ] weltweit ist daher eine wichtige Aufgabe für jeden – egal, ob Imker, Landwirt, Politiker, Unternehmen oder Gärtner. Für ein Unternehmen wie Bayer, das in Landwirtschaft und Tiergesundheit tätig ist, sind die Sicherheit und Gesundheit der Bienen äußerst wichtig: Viele landwirtschaftliche Kulturpflanzen brauchen die Bestäubungsleistung von Bienen, sie ist dadurch ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Landwirtschaft.
Auch wenn die Zahl der Bienenvölker weltweit seit Jahrzehnten ansteigt, zeichnet sich leider in einigen Ländern, insbesondere in Europa und Nordamerika, ein Rückgang ab. Bayer unterstützt die wissenschaftliche Erforschung der Ursachen für diesen Rückgang. In der wissenschaftlichen Literatur sind jüngst einige Publikationen erschienen, die einen Rückgang von Bienenpopulationen mit Pflanzenschutzmitteln in Verbindung bringen. Diese Studien waren jedoch ganz oder teilweise unter unrealistischen Bedingungen durchgeführt worden und sind daher nicht auf Praxisbedingungen übertragbar. Wissenschaftler in aller Welt stimmen überein, dass Bienenkrankheiten, besonders verursacht durch die Varroa-Milbe, extreme Umwelt- und Klimaeinflüsse, aber auch Veränderungen in der landwirtschaftlichen Struktur die Hauptfaktoren sind, die die Bienengesundheit beeinträchtigen. Die Hypothese, dass Pflanzenschutzmittel eine nennenswerte Rolle spielen, wird durch eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen und Monitorings widerlegt.
Dialog
Nachhaltigkeit im Fokus
Wissenschaftler namhafter Forschungsinstitute trafen sich im September 2011 mit Vertretern von Bayer CropScience zu einem Erfahrungsaustausch im „German Climate-KIC Centre“ in Berlin. Neben der „Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO)“, Australiens nationaler Forschungsorganisation, waren Vertreter des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Deutschen GeoForschungsZentrums (GEZ) an der Veranstaltung beteiligt. Ziel war die Vorstellung erster Ergebnisse einer Forschungskooperation zwischen CSIRO und Bayer CropScience zur Erfassung der Nachhaltigkeit neuer Pflanzentechnologien und Anbausysteme. Das zunächst auf zwei Jahre angelegte Projekt soll Methoden entwickeln und anwenden, mit denen die Umweltbilanz neuer Getreidesorten und deren positiver Beitrag für die Ernährungssicherheit abgeschätzt werden können.
Um fehlerhaften Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln vorzubeugen, wie sie bedauerlicherweise 2008 auftraten, als es am Oberrhein in Baden-Württemberg durch fehlerhaft gebeiztes Maissaatgut zu Bienenverlusten kam, führen wir umfangreiche „Product Stewardship“-Maßnahmen durch. Zur Gewährleistung einer hervorragenden Beizqualität unserer Saatgutprodukte wurde dazu im Monheimer „Seed Treatment Application Center“ ein mehrstufiges Qualitätsprogramm für die Saatgutbeizung entwickelt.
Bayer arbeitet außerdem weltweit eng mit den Anwendern (Landwirten, Mitarbeitern von Beizunternehmen) zusammen, um sicherzustellen, dass bei konsequenter, umsichtiger und richtiger Anwendung unerwünschte Staubabdrift während der Aussaat nachhaltig minimiert wird. Wir wollen erreichen, dass die von Bayer gemeinsam mit der Landmaschinenindustrie entwickelten Verfahren zur Abdriftminderung europaweit Vorbildcharakter haben.
Der Konzern ist durch seinen Geschäftsbereich Animal Health seit über 25 Jahren in der Erforschung und Förderung der Bienengesundheit aktiv und nimmt damit in unserer Branche eine ganz besondere Stellung ein. Wir verfügen über hervorragende Kenntnisse der ökologischen und biotischen Herausforderungen, wie Krankheitserreger, invasive Arten oder fehlende Nahrung. Sie wirken sich zunehmend auf die Bienengesundheit aus und führen in einigen Teilen Europas und der USA zu einem Rückgang der Bienenvölker.
Eine der wichtigsten Ursachen für Honigbienenverluste ist die Varroa-Milbe. Dieser Parasit befällt sowohl erwachsene Tiere als auch die Brut und führt zu einer gefährlichen Schwächung der Bienen. Seit 2010 betont Bayer mit einem weiteren Produkt zur Bekämpfung der Varroa-Milben sein Engagement in diesem Bereich. Das Mittel wird derzeit weiter entwickelt. Derzeit arbeiten wir an Methoden, mit denen wir verhindern wollen, dass Varroa-freie Bienenstöcke durch befallene Bienen anderer Stöcke „re-infiziert“ werden. Eine umfassende Beurteilung dieser Methoden wird gerade vorgenommen.
Bayer fördert außerdem den Erhalt von nektar- und pollenreichen Flächen auf Bauernhöfen und in Stadtgemeinden. Die Vorteile solcher bienenfreundlichen Flächen werden am Bayer-Standort Monheim und auch bei Versuchsbetrieben wie beispielsweise in Belgien, England und den USA demonstriert. Im Jahr 2012 wollen wir dieses Konzept weiterentwickeln.
Information und Dialog durch die Kommunikation der Bienengesundheit sind unerlässlich, um ein Bewusstsein für das Thema bei allen beteiligten Interessengruppen – von Imkern und Landwirten über Politiker bis hin zu den Gärtnern – zu schaffen.
Im Jahr 2011 haben wir eine neue Bienenbroschüre [ 111 ] veröffentlicht und uns bei Politikern und Beamten in Brüssel, Belgien, und Washington D.C., USA, für das Thema Bienengesundheit eingesetzt. Unseren Ansatz zur Bienengesundheit vertreten wir auch auf hochkarätigen Meetings wie beispielsweise dem Internationalen Apimondia Kongress in Buenos Aires, Argentinien.
Gentechnisch veränderter Reis
Im Jahr 2006 wurden in den USA Spuren von gentechnisch verändertem Reis von Bayer CropScience in der Langkornreis-Ernte entdeckt. Anschließend verhängten einige Länder, vor allem die EU, Import-Beschränkungen, obwohl der Reis keine Gefährdung der Lebensmittelsicherheit darstellte.
Bayer vermarktet den gentechnisch veränderten Reis bislang nicht. Vor allem Reisfarmer und Reismühlen machen seitdem in zahlreichen Klagen wirtschaftliche Schäden geltend. Bayer hat im vergangenen Jahr ein Vergleichsprogramm in Höhe von bis zu 750 Millionen US-Dollar zur Beilegung der von Reisfarmern erhobenen Klagen aufgesetzt. Mehr als 94 % der in Betracht kommenden Reis-Anbauflächen werden daran teilnehmen. Ein Großteil der Vergleichssumme ist bereits ausgezahlt. Ferner wurden mehrere Vergleiche mit Reismühlen oder Importeuren geschlossen sowie die bisher verhandelten Farmer-Fälle verglichen, für einen Gesamtbetrag von rund 143 MIO US-Dollar.
18 Klagen von Geschäftsbetrieben, die nicht Teil des Vergleichsprogramms sind, bleiben in den USA anhängig. Bayer hofft, dass viele der Verfahren ebenfalls verglichen werden können. Das Unternehmen wird sich aber weiterhin entschieden zur Wehr setzen, wenn angemessene Einigungen nicht möglich sind. Eine Versicherung gegen derartige Risiken ist nicht verfügbar. Bayer hat angemessene bilanzielle Maßnahmen ergriffen. Der Fall wurde vom US-Landwirtschaftsministerium ausgiebig untersucht, und es wurde kein Fehlverhalten von Bayer festgestellt. Aber Bayer überprüft und verbessert die Abläufe kontinuierlich und berücksichtigt dabei den steten Erkenntnisfortschritt der Wissenschaften.